Bücher von Maria Weber-Sukup

„Sternenkind – Alle Macht ist in Dir“
Illustrationen von Manfred Satke
CD von Daniela Sukup

Buch: 32 Seiten, färbig, mit CD, € 18,–

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„STERNENKIND – ALLE MACHT IST IN DIR“

Es war einmal ein Sternenkind. Das hatte den Wunsch, sein Strahlen und Leuchten auf der Erde zu verbreiten. Doch dort schien es, als wäre die Liebe begrenzt.

Das Sternenkind lernte sehr schnell zu spüren, was von ihm erwartet wurde. So begann es, sich selbst mehr und mehr zu verlieren. Das war der Preis, den es zu zahlen bereit war, um geliebt zu werden. Schließlich waren all sein Glanz und sein Strahlen erloschen. Es hatte vergessen, woher es kam, und es hatte seine Bestimmung vergessen…

Dies ist ein Märchen für Große. Vielleicht ist es uns ähnlich ergangen wie dem Sternenkind. Doch wir sind auf der Welt, um glücklich zu sein.

Und das ist möglich – denn wir sind machtvolle Wesen voll Licht und Liebe. Daran soll uns diese Geschichte erinnern.

„Bunt wie die Farben des Regenbogens“
Mit Fotos von Markus Springer

Broschur, 204 Seiten, 10 Farbfotos, € 15,–

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BUNT WIE DIE FARBEN DES REGENBOGENS

Bunt wie die Farben des Regenbogens
und auch ein wenig dunkel
ist das Leben
in seiner Vielfalt
und der Mensch
in seiner Einfalt.

Was sind wir doch für herrliche,
vollkommen
unvollkommene Geschöpfe.

Ich könnte ein Buch
darüber schreiben…

Heitere, ernste, satirische, bitterböse, sarkastische… – immer aber treffend prägnante Texte über Gott und die Welt, Frau und Mann, Leben und Tod.

... weitere Texte

HOFFNUNG

Fingernägel ausputzen und schneiden,
Zehennägel ausputzen und schneiden,
Hornhaut wegraspeln,
Ohren ausputzen,
Zähne putzen,
aufs Klo gehen,
schneuzen,
Nabel ausputzen,
Wimmerl ausdrücken –
und erst dann
den Schritt auf die Waage riskieren…

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HÜLLE UND FÜLLE

Als ihr eines Tages die gute Fee erschien
und sagte, sie habe einen Wunsch frei –
da wünschte sie sich
ein Leben in Hülle und Fülle.

Die Fee erfüllte diesen Wunsch.
Sie zauberte ihr eine Decke herbei
Und 40 Kilo Übergewicht.

Feen sind auch nicht mehr das,
was sie einmal waren.

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FALSCHE ERWARTUNGEN

Sie sieht den Frosch und glaubt,
sie kann aus ihm einen Prinzen machen.

Er sieht die Prinzessin und glaubt,
er kann aus ihr eine Putzfrau machen.

So heiraten sie einander
mit falschen Erwartungen.

Sie wirft ihn gegen die Wand –
und er ist immer noch so hässlich wie vorher.

Er drückt ihr einen Putzfetzen in die Hand
und sie putzt sich damit die Nase.

Und wenn sie noch nicht geschieden sind,
dann werfen und schneuzen sie noch heute.

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ZWECKGEMEINSCHAFT

„Einen einzigen Grund gibt es,
warum ich dich nicht verlasse!“,
schrie er im Zuge eines Streites.
„Damit ich dir die Schuld geben kann,
weil ich unglücklich bin.“

„Und einen einzigen Grund gibt es,
warum ich dich nicht verlasse!“,
schrie sie zurück.
„Damit du unglücklich bist –
Egal, wem du die Schuld daran gibst!“

Und weil sie einander so gut ergänzten,
lebten sie unglücklich bis an ihr selig Ende.

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ERFÜLLUNG

Sie wollte
in seinen Armen vergehen –
und in seinen Armen
verging es ihr.

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SPÄTE ERKENNTNIS?

Was ist,
wenn du am Ende deiner Tage
nicht nach gut oder böse gefragt wirst –
sondern bloß,
ob dein Leben ein erfülltes war?

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ERINNERUNG

Um die zu sein,
die ich bin,
muss ich Abschied nehmen
von der,
die ich glaube,
sein zu müssen,
und die willkommen heißen,
die ich
immer schon
war.

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VERLOREN

So vieles geht im Alter verloren.
Die Zähne, das Gehör, die Vitalität…

So vieles bleibt im Alter erhalten.
Die Gefühle, die Träume, die Erinnerungen…

So vieles will man den Alten absprechen.
Die Selbstbestimmung, die Sexualität, die Daseinsberechtigung…

Ist es da nicht eine Rettung für die,
die im Alter auch noch den Verstand verlieren?

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BEIM WICKELN

Ein Kinderpopo,
herrlich knackig, zum Reinbeißen,
wird mit einer Selbstverständlichkeit
gesäubert, getätschelt, abgebusselt.

Derselbe Popo
80 Jahre später, faltig schlaff,
wird mit Gummihandschuhen
gerade noch zur Kenntnis genommen.

Das ist beruhigend.
Denn ich möchte nicht eines Tages
einer popoküssenden Krankenschwester
hilflos ausgeliefert sein.

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ERNTEZEIT

Wie kann der Tod grausam sein?
Er nimmt,
was ihm zusteht,
so wie ein Bauer
seine Ernte einholt,
wenn die Zeit reif ist –
ungeachtet dessen,
ob die Frucht
dazu bereit ist.

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EHRE SEI GOTT

Wenn einer sagt,
er habe noch niemals
eine Kirche von innen gesehen,
und er glaube nicht an Gott
und im gleichen Atemzug sagt er,
das Leben ist schön

und wenn ein anderer sagt,
er halte sich an die Gesetze Gottes,
denn er sei ein gläubiger Mensch
und im gleichen Atemzug sagt er,
das Leben ist mühsam –

welcher dieser Menschen
erweist Gott mehr Ehre?

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ANFANG UND ENDE

Das Leben
beginnt mit einem Schrei –
und endet mit einem Lächeln,
wenn es ein gelungenes Leben war.

„Die Wege, die wir gehen…“

Broschur, 108 Seiten, € 10,–

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KÜCHENZAUBER

Zuerst behandelte er sie
wie ein rohes Ei.

Dann knackte er sie
wie eine Nuss.

Schließlich nahm er sie aus
wie eine Gans.

Zuletzt ließ er sie fallen
wie eine heiße Kartoffel.

Und das – obwohl er
vom Kochen
keine Ahnung hatte.

... weitere Texte

FACE-LIFTING

Face-Lifting ist der betrügerische Versuch,
einem gealterten Produkt
durch Aufdrücken eines neuen Ablaufdatums
scheinbare Frische zu verleihen…

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SPÄTZÜNDER

Manche
Merken erst dann,
dass mit der Umwelt etwas nicht in Ordnung ist,
wenn sie für ihr Schwammerlgulasch
Fußpilze
verwenden müssen.

Manche
merken erst dann,
wie gehorsam ihr Hund ist,
wenn er bei dem Befehl „Platz“
explodiert.

Mancher
merkt erst dann,
wie eintönig sein Liebesleben ist,
wenn er gekommen ist
und sie
noch gar nicht Zuhause.

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LASS MICH SEIN

Lass mich sein
so wie ich bin
mit meinen Stärken, meinen Schwächen.
Versuche nicht
zu deinem Zweck
das Rückgrat mir zu brechen.

Nimm mich an
so wie ich bin
mit meinen Farben, meinen Formen
und press mich nicht
in ein Korsett
mit einengenden Normen.

Ich bin ich
so wie ich bin
mit meinen Wünschen, meinen Träumen
und möchte nicht
durch irgendwen
mein Lebensziel versäumen.

Ich wachse und gedeihe noch –
jedoch nach eig‘nem Plan.
Und wenn du eine Rose magst,
dann wähle nicht den Löwenzahn.