Mutter Erde meint es gut mit uns. Sie versorgt uns mit Nahrung. (Vieles wächst sogar ohne unser Zutun, besonders das „Unkraut“!) Wir haben Luft zum Atmen (außer wir werden gewürgt). Wir haben Wasser zum Trinken (bei uns sogar aus der Leitung). Wir haben ein Paradies, das wir selbst zerstören durch Gier, Rücksichtslosigkeit und Unbewusstheit. Die Erde ist ein Planet der Schönheit, des Reichtums, der Fülle – und es ist genug da für alle. (Besonders, wenn der Mensch ausgerottet ist.)

Das Problem:  Es ist nicht im Interesse aller, dass es ALLEN gut geht. Es gibt Konzerne, denen ist es lieber, wenn Menschen krank werden bzw. krank bleiben, weil es an gesunden Menschen nicht so viel zu verdienen gibt. Manche leben sehr gut von der Ausbeutung von Arbeitskräften, manche an der Manipulation der Lebensmittel, ohne Rücksicht auf die Auswirkungen für Menschen, Tiere und Natur. Manche haben Interesse an Kriegen, weil die Rüstungsindustrie ein gutes Geschäft ist. Für Kriege braucht man Feinde, und die findet man in allen Menschen, die anders denken, anders fühlen und anders handeln. Also hetzt man sie gegeneinander auf. Eine gute Strategie, um von den eigentlichen Problemen abzulenken.

Die meisten Menschen wollen in Frieden leben. Doch wie gut gelingt es uns selbst, friedlich miteinander umzugehen? Gut, unsere Waffen sind (meist) keine Gewehre sondern Worte. Und Worte töten nicht. Aber sie verletzen und schaffen Trennung und Distanz. Sie bewirken Rückzug statt Verbundenheit, Angst und/oder Wut statt Liebe, Kränkung statt Verständnis. Das sind die kleinen Kriege, die wir führen. Die großen Kriege im Weltgeschehen können uns ermutigen, unsere kleinen Kriege aufzugeben. So können wir für Waffenstillstand sorgen in unserem unmittelbaren Umfeld, wenn wir Verantwortung übernehmen für unseren Anteil an zerstörerischen Energien.

Wann vergiften wir unsere Umgebung mit verbalen Angriffen, Beleidigungen, üblen Reden, Abwertungen und bösem Getratsche? Wie oft kämpfen wir ums „Recht haben“, weil wir glauben, nur unsere Meinung ist die einzig wahre? Wie oft bekämpfen wir uns selbst und andere, weil wir nicht in der Selbstliebe sind?

Wir haben nicht die Macht, die großen Kriege zu verhindern. Aber jeder Einzelne hat die Macht, die kleinen Kriege in der Familie, in der Arbeit, in seiner Umgebung zu beenden. Wir müssen nicht darauf warten, dass die anderen damit beginnen. Verbreiten wir selbst den Frieden, den wir uns auf der Erde wünschen.