Haben Sie auch das Gefühl, dass wir uns in einer extrem herausfordernden Zeit befinden? Meiner Wahrnehmung nach drängen bei vielen Menschen Emotionen an die Oberfläche, die lange unterdrückt waren. Immer öfter werden wir mit Enttäuschungen, Wut, Verlassenheitsängsten, Verzweiflung, Aggressionen usw. konfrontiert. Menschen regen sich über Kleinigkeiten extrem auf, Nachbarschaftsstreitereien sind der neueste Trend, die Ellbogentechnik setzt sich auch weiter durch und manche Leute glauben, sie sind umgeben von Feinden, die bekämpft werden müssen. Sich durchzusetzen um jeden Preis scheint den Selbstwert zu stärken, und zumindest kurzfristig kann man sich auf diese Weise als Sieger fühlen. Zwar macht man sich dadurch nicht beliebt – aber bei der „entweder Ich oder Du“ – Strategie wird auf Beliebtheit sowieso kein Wert gelegt. Schade, wenn Menschen dadurch sich und anderen das Leben unnötig schwer machen. Schließlich ruht tief in uns die Sehnsucht nach einem friedvollen Miteinander.

Wie gehen wir selbst mit Enttäuschungen, Verletzungen und Wut um? Richten wir unseren Ärger nach außen auf die Person, die wir für unseren Schmerz verantwortlich machen, oder richten wir ihn gegen uns selbst? Vielleicht in versteckter Form, durch zu viel rauchen, zu viel essen, zu viel Alkohol trinken …? Viele Verletzungen haben wir erlebt, als wir noch Kinder waren und uns unverstanden gefühlt haben. Wir sind mit unserer Trauer, Enttäuschung, Wut, unserem Schmerz alleine gelassen worden. Als „Notprogramm der Seele“ verdrängen wir diese Emotionen, die dennoch im Körperbewusstsein gespeichert bleiben, auch wenn wir selbst keine bewussten Erinnerungen mehr an diese Situationen haben. Jedes Mal, wenn wir mit ähnlichen Situationen konfrontiert werden, reißt die alte Wunde auf – weil die Verletzungen heilen wollen. Unsere Emotionen wollen gefühlt werden, denn E-Motion heißt: „Energie in Bewegung“. Wenn dieser Energiefluß gestoppt wird, weil wir den Schmerz nicht fühlen wollen, erzeugen wir eine Blockade in unserem Körper. Diese Blockaden können in weiterer Folge nicht nur zu Unwohlsein sondern auch zu Erkrankungen führen. Zwar können wir ja chirurgisch alles Mögilche aus dem Körper schneiden lassen – wichtig ist dennoch, mit den dahinter liegenden Emotionen in Kontakt zu kommen, um den Heilungsprozess zu unterstützen.

Wie können wir nun mit diesen Emotionen, die so schmerzhaft sind, dass wir sie verdrängt haben, in Kontakt kommen? Zuerst kann es beruhigend sein, wenn wir uns bewusst machen: „Was immer auch in der Vergangenheit geschehen sein mag – ich habe es überlebt, und es ist vorbei!“ Dann können wir uns die Erlaubnis geben: „Alles in mir darf jetzt da sein. Ich bin bereit, meine Gefühle, meine Empfindungen wahrzunehmen und zu fühlen.“ Im nächsten Schritt geht es darum, zum liebevollen Beobachter dieser Gefühle zu werden, sie anzunehmen, zu fühlen, ihnen zu danken dass sie da waren (schließlich haben wir selbst sie erzeugt) – um sie dann, wenn wir wirklich dazu bereit sind, gehen zu lassen. Meine Erfahrung zeigt, dass die Gefühle selbst unseren Körper verlassen wollen. Unsere Angst vor dem Fühlen des alten Schmerzes haltet sie jedoch gefangen. Körper- und Energiearbeit wie z.B. Holistic-Pulsing oder Chi-Reiki können den Selbstheilungsprozess sehr gut unterstützen. Ebenso Ablösungsübungen, Meditationen, Atemübungen oder Transformationsprozesse, Rückführungen, hypnotische Tiefenentspannung oder auch die EFT-Klopftechnik. Steigen Sie aus der Opferrolle aus, aktivieren Sie Ihre Selbstheilungskräfte. Ich unterstütze Sie gerne dabei.